Echt gerecht!

Wir setzen uns für eine soziale Hochschule ein – faire Bedingungen für alle Akteure.


Bezahlbar Studieren

1. Für mehr bezahlbaren Wohnraum in Münster

Münsters Mietpreise liegen weit über dem deutschen Durchschnitt. Wir sehen das Studierendenwerk in der Pflicht, zentralen Wohnraum zu erschwinglichen Preisen anzubieten – besonders weil die Mieten auf dem freien Wohnungsmarkt oft die Studierendenbudgets sprengen. Besonders in diesem Wintersemester wird sich die Wohnsituation wegen der Schließung der Wohnheime … und den Um-/Neubau der Wohnheime extrem verschärfen.

Wir fordern:

  • Die veranschlagte BAföG-Wohnpauschale an den Mietspiegel anzupassen
  • Mehr Geld vom Land an die Studierendenwerke
  • Bereitstellung von Wohnungen für die von Umbau und Schließung betroffenen Studierendendurch das Studierendenwerk
  • Gesicherte Kapazitäten in Wohnheimen des Studierendenwerks für internationale Studierende
  • Garantierte Barrierefreiheit bei allen Neubauten und Anpassung derzeitiger Gebäude

2. Studienfinanzierung reformieren

Hohe Mietpreise, teure Pflichtliteratur, wenig Unterstützung durch die Eltern – schnell geraten Studierende in finanzielle Notlagen. Eigentlich sollte das BAföG in solchen Fällen Abhilfe schaffen. In der Realität zieht sich jedoch die Bearbeitung der Anträge über Monate hin, während die Beantragenden lange mit leeren Händen dastehen.

Wir fordern:

  • Eine Anpassung der Bedarfssätze des BAföG an die tatsächlichen Lebensumstände der Beantragenden, wie z.B. die Einführung eines Studienortschlüssels
  • Inflationsausgleich beim BAföG
  • Mehr Beratungsangebote und schnellere Bearbeitung der Anträge durch bessere Finanzierung des Studierendenwerks
  • Breiten- statt Spitzenförderung, vor allem durch umfassende Reformierung ungerechter Stipendienprogramme wie z.B. das Deutschlandstipendium (ProTalent)
  • Keine Orientierung an Leistungsständen im Studium und Fortzahlung des BAföG zwischen der letzten Bachelornote und dem Beginn des Masterstudiums

 


Studieren in allen Lebenslagen

Wir treten für ein Studium für alle ein! Damit dies gelingt, muss die Uni vielseitige Angebote ausbauen und einrichten, die das Studieren in allen Lebenslagen ermöglicht. Ein wichtiger Faktor ist dabei das konsequente Einhalten des Verbots von Anwesenheitspflicht.

1. Studierende mit nicht-akademischem Hintergrund unterstützen

Noch immer studieren viel zu wenig Menschen mit nicht-akademischem Hintergrund. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Festzuhalten ist jedoch, dass Kinder ohne Eltern mit akademischer Ausbildung häufiger eine Ausbildung aufnehmen als ein Studium.

Wir fordern:

  • Unterstützung des wiederaufgebauten Referates für Finanziell und Kulturell benachteiligte Studierende (FiKuS)
  • Mehr Beratungsangebote von Seiten der Studienberatung speziell für Studierende mit nicht- akademischem Hintergrund

2. Studierende mit Kind(ern) fördern

Für Studierende mit Kind(ern) gestaltet sich der Uni-Alltag oftmals als eine wahre Herausforderung: Neben einem Vollzeitstudium müssen die Kinderbetreuung und das alltägliche Familienleben organisiert werden.

Wir fordern:

  • Mehr Wickelmöglichkeiten in universitären Räumen
  • Teilzeitstudium ermöglichen, zur Vereinbarkeit von Studium und Kinderbetreuung
  • Mehr Mittel für die Beratung für Studierende mit Kind im Gleichstellungsbüro

 

3. Die Hochschule für Geflüchtete öffnen

Als gesellschaftliche Institution soll auch die Universität Münster ihren Beitrag zur Integration schutzsuchender Menschen übernehmen. Geflüchtete können im Rahmen eines Stipendiums kostenlos an Intensivsprachkursen teilnehmen. In Kombination mit einem vielfältigen Beratungsangebot soll so der Weg in das reguläre Studium ermöglicht werden.

Wir fordern:

  • Die Entwicklung von Mechanismen zur Prüfung für den Fall, dass die eigene Hochschulzugangsberechtigung nicht mehr nachgewiesen werden kann
  • Die Erhöhung der zulassungsbeschränkten Studienplätze für internationale Studierende (aktuell betragen diese 7%)

 

4. Inklusion an der Uni ermöglichen

CampusGrün ist der Ansicht, dass ein Studium an unserer Universität für alle zugänglich und absolvierbar sein muss. Deshalb setzen wir uns dafür ein, Barrierefreiheit voranzutreiben. An der Universität darf eine Behinderung keine Hürde, sondern muss ein inklusives Studium selbstverständlich sein.

Wir fordern:

  • Barrierefreiheit in allen universitären Gebäuden
  • Einen Lageplan, der aufzeigt, welche universitären Gebäude barrierefrei sind
  • Ausbau von barrierefreien Arbeitsplätzen
  • Sensibilisierung für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung

 


Masterplatzgarantie einführen

In vielen Studiengängen spitzt sich die Situation zum Ende des Bachelors zu, denn die Universität Münster bietet längst nicht für alle Studierenden einen Masterplatz an. Viele müssen die Universität wechseln oder finden überhaupt keinen geeigneten Master. Das Problem verschärft sich weiter, da im Zuge des doppelten Abiturjahrgangs 2013 in NRW durch den Hochschulpakt viele Bachelorplätze geschaffen wurden, über eine Ausweitung der Masterplätze jedoch noch nicht angemessen nachgedacht worden ist.

Wir fordern:

  • Eine Masterplatzgarantie

 


Fairplay für alle Beschäftigten der Universität

Intransparente Bewerbungsverfahren, kurze Vertragslaufzeiten, unklare Betreuungspflichten der Doktoreltern sind nur einige Beispiele für die schlechten Arbeitsbedingungen an der Hochschule. Um diesen Fehlentwicklungen entgegenzuwirken, brauchen Promovierende und studentische Hilfskräfte eine starke Stimme. Zugleich müssen Land und Bund die notwendigen Voraussetzungen für gute Arbeitsbedingungen an den Hochschulen schaffen.

Wir fordern:

  • Transparente Ausschreibungen von Stellen studentischer Hilfskräfte mit einer klaren Aufgabenbeschreibung
  • Eine echte Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetz, die die Befristungsmöglichkeiten umfassend einschränkt

 

 

Das ausführliche Wahlprogramm 2017 findest du unter diesem Link.